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Ja, es hat sich wirklich was verändert, Gott sei dank!! Als das Rascher Quartet im Jahre 1969 Ihre erste Konzertreise durch Deutschland machte, gab es keine Zeitungskritik die nicht damit anfing, dass das Saxophon doch ein Jazzinstrument wäre und darauf ernste Musik zu spielen ein wahres Novum sei, ja Gewagt! Um so größer muss das Staunen in den dreißiger Jahren gewesen sein, als das Saxophon zum ersten Mal in der Geschichte als Soloinstrument mit den Berliner Philharmonikern auftrat. Es hätte anderes kommen können, allerdings hat das Dritte Reich in vieler Hinsicht einen schnelleren Werdegang des Saxophons in Deutschland verhindert. In Frankreich gab es diesen Widerstand gegen das Instrument nicht, das könnte auch der Grund sein, weshalb es dort einfacher war, auch, dass das Saxophon in der Militärmusik des Landes gut etabliert war. Mein Vater, Sigurd Rascher, der ja eine so steile Karriere während der dreißiger Jahre in Deutschland hatte, verlies das Land und zog nach Dänemark, die Wolken wurden doch zu braun, wie er pflegte zu sagen. Als ich 1970 an der Tübinger Musikschule anfing Saxophon zu unterrichten, waren alle Leihinstrumente mit quasi Jazzmundstücke ausgestattet. Das Glazounov Konzert bei Jugend Musiziert mit so einem Mundstück zu spielen war Gang und Gebe, ich war oft genug Mitglied einer Jury. Es gab kaum für Saxophon ausgebildete Lehrer und das Wissen über die Anfänge des Instruments waren völlig in Vergessenheit geraten. Es ist ein großer Verdienst der ARDESA und die unermüdlichen Bemühungen von Günter Priesner zu verdanken, dass diese Organisation dazu beiträgt das Bewusstsein für unser geliebtes Instrument in Deutschland voran zu treiben. Der Schritt online ist großartig. Viel Glück und Kraft für die nächsten Jahrzehnte. Adolphe Sax hät's gefallen.
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