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Die kesse junge Berlinerin Ingrid Larssen muß Anfang/Mitte der 1930er Jahre sehr modern und patent gewirkt haben. Die vitale junge Frau hat mit ihren Ehrgeiz viel dafür getan, daß das Saxophon sich zu einer musikalischen Kunstform entwickeln konnte.
Der Vater des jungen Talentes, Gustav Bumcke erkannte mit geübten Auge die Fähigkeiten seiner Tochter.
Bumcke führte seine Ingrid an das Instrument des Saxophons aus der Routine eines Musiktheoretikers, Komponisten und Inhaber eines Lehrstuhles am Stern´schen Konservatoriums heran.
Bumcke, der selber ein sehr guter Saxophonist war, bildete seine Tochter sehr gründlich aus.
Ingrid Larssen wurde mit ihrer Kunst eine Galionsfigur für viele junge Berlinerinnen die sich modern gaben und sich ein Stück emanzipierten wollten. Ihre Sendekraft hatte sie dem Rundfunk zu verdanken, der sie 1935 für einige Sendungen unter Vertrag nahm und für viele tausend Menschen hörbar machte.
Während dieser Arbeiten für den Deutschlandsender, traf sie mit dem Pianisten Herbert Jäger zusammen, den sie im Juni 1938 heiratete. Jäger schätzte das Spiel seiner jungen Kollegin und späteren Frau so sehr, daß er sich sogar in seine Funk –Serie „Allerlei von Zwei bis Drei“ einbaute.
Mit der Verbindung Larssen –Jäger schmolzen sich zwei musikalische und menschliche Linien harmonisch zusammen.
Unter dem Künstlernamen Ingrid Larssen bekannt geworden, studierte Hildegard Bumcke (geb. 1913, gest. nach 1994) ab September 1929 Saxophon in der Klasse ihres Vaters am Stern’schen Konservatorium. Der Vater Gustav Bumcke führte nach der Jahrhundertwende das Saxophon in die Kammermusik ein und gilt als Vater des Instrumentes in Deutschland. In den 1920er Jahren gründete er das erste Deutsche Saxophonorchester, welchem später auch seine Tochter angehörte.
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